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Adventsfenster

Seit einigen Jahren hat sich eine dreidimensionale Variante des Adventskalenders etabliert: die Adventsfenster. Ein Dorf oder Quartier sammelt 24 Bewohner, die bereit sind, ihr Fenster festlich zu schmücken. Dann pilgern sie jeden einzelnen Dezembertag bis Weihnachten zu den Fenstern mit der entsprechenden Nummer, gucken sich an, was sich Frau Nachbarin Kreatives ausgedacht hat, und trinken Glühwein bis zum Abwinken.

Wie ich heute im Zug erfahren durfte, haben diese Adventsfenster es in sich. Denn: da gibt es den Tick mit der Nummer. "Das Fenster kann noch so schön sein", so Frau X., "wenn man die Nummer nicht gross genug drauf hat, ist es abgeschrieben." Schlimm auch, wer es wagt, Adventsfenster vom letzten Jahr zu recyclen. Sprüche wie "Da hast du den Preis aber rausgeholt!" muss sich der faule Bastler da anhören.

Bei den Adventsfenster-Besuchern soll es welche geben, die essen vorher extra nichts und schlagen sich dann am Apéro die Bäuche voll. Skandalös.

Ich habe kein Adventsfenster. Und plane auch keins. Aber die Überlegung, ab und zu so ein Adventsfensterapéro zu besuchen um Essensgeld zu sparen und gratis (Glüh-)Wein zu trinken ist verlockend. Muss beim nächsten Spaziergang durchs Quartier mal nachschauen, wo die Adventsfenster versteckt sind.

 

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28.11.11 14:17
 
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